Die nationalstaatliche Koordination der europapolitischen Willensbildung

Am 30. Januar 2009 verlieh die Freie Universität Berlin (Otto-Suhr-Institut) an Michael Krax den akademischen Grad eines Doktors der Politikwissenschaft (Dr. rer. pol.). Die Dissertation zum Thema "Die nationalstaatliche Koordination der europapolitischen Willensbildung. Politikformulierung in Deutschland, Frankreich und dem Vereinigen Königreich im Vergleich" erschien 2010 im Verlag Barbara Budrich.

In seiner Dissertation setzt sich Michael Krax mit der Kritik an der Bundesregierung für ihr ineffizientes Koordinationsverfahren auseinander. Entgegen der üblichen Vorgehensweise vergleicht er nicht die europapolitischen Koordinationsverfahren der Staaten miteinander, sondern das europapolitische Koordinationsverfahren einer Regierung mit ihrem allgemeinen Koordinationsverfahren. Dieses Vorgehen erklärt wesentlich besser die Unterschiede --- und die Gemeinsamkeiten ---, die sich in der Praxis beobachten lassen. Zudem stellt Koordination eine der zentralen Aufgaben moderner Regierungen dar. Durch die neuartige Methode ist auch eine fundierte Neubewertung der Leistungsfähigkeit der Koordinationsverfahren möglich.

Die Relevanz der Forschungsarbeit ergibt sich vor allem aus der zentralen Rolle, die die europapolitischen Koordinationsverfahren bei der Formulierung europäischer Politik einnehmen. Sie erlauben nicht nur die Partizipation am europäischen "Gesetzgebungsprozess", sondern unterstützen auch die Legitimität der EU (so genannte "Input-Legitimation"). Im Ergebnis der Arbeit erweist sich schließlich die Kritik am deutschen Verfahren als ineffizient und ineffektiv als fragwürdig.

Eine ausführlichere Beschreibung des Inhalts der Dissertation von Michael Krax findet sich auf seiner Seite zur EU-Koordination.

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